Kreative Gottesbeziehung (2)

von Regina Neufeld
Eltern haben einen ganz wichtigen Auftrag:
„Macht diese Worte zu eurer Herzensangelegenheit. Bindet sie zur Erinnerung auf eure Hand und tragt sie auf eurer Stirn. Bringt sie euren Kindern bei und redet über sie, ob ihr zu Hause oder unterwegs seid, ob ihr euch hinlegt oder aufsteht. Schreibt sie auf eure Türpfosten und an eure Tore.“ (5Mo 11,18-20, NL)
Wir Mütter verbringen den Großteil des Tages mit den Kindern. Wir sind es auch meistens, die das Familienleben und unser Heim gestalten. Diese Verantwortung, diese Möglichkeit ist mir ganz neu bewusst geworden. Daher möchte ich nicht nur für mich eine Gott-zentrierte Atmosphäre zu Hause sondern auch für meine Kinder.
Also habe ich einen Plan für meine Kinder erstellt, der es mir nicht nur erleichtert, ihnen geistliche Inhalte zu vermitteln, sondern auch sie sinnvoll zu beschäftigen und zu fördern:
Am Sonntagabend treffen wir uns als Familie zu unserer wöchentlichen Familienandacht. Wir singen zusammen Kinderlieder (Ben begleitet uns leidenschaftlich auf seiner kleinen Gitarre), mein Mann liest eine Geschichte aus der Bibel vor (nicht aus der Kinderbibel, damit sie sich schon an die Sprache der richtigen Bibel gewöhnen), wir reden über die Geschichte und ich habe etwas vorbereitet, was den Inhalt veranschaulicht. Zum Schluss folgt das gemeinsame Gebet und wir versuchen gerade, unseren Kindern beizubringen, selbst zu beten.
Vor dem Schlafengehen lesen wir wie jeden Abend etwas aus der Kinderbibel vor und beten wieder zusammen.
Während der Woche versuche ich verschiedene Aktivitäten einzuplanen, die diese Geschichte in ihnen festigen: singen, basteln, passende Spiele, Ausflüge usw. Einfacher wird es noch, wenn jeder Wochentag unter einem Motto steht, z.B. montags basteln, am Dienstag machen wir einen Ausflug usw. Nebenbei christliche Kinderlieder hören, Bücher mit biblischen Geschichten, Bilder eines Hirten usw, sollen auch sie ständig an Gott erinnern. Ich versuche, keine Gelegenheit zu verpassen, mit ihnen über Gott zu reden und zusammen für ein Anliegen zu beten. Langsam wird es zur Gewohnheit. Ich will Gottes Wort in die Herzen meiner Kinder einbrennen. Wenn sie noch so klein sind, werden die Grundlagen für das gesamte Leben gelegt. Daher können wir nicht früh genug damit beginnen.
Das alles will natürlich geplant und vorbereitet werden. Es kostet Zeit und Mühe. Aber es lohnt sich. Es erfüllt mich, wenn Ben begeistert ist, wenn er Psalm 23 im Gottesdienst hört und ihn wiedererkennt, weil er die ersten drei Verse alleine aufsagen kann. Oder wenn er im Kaufhaus auf der Toilette anfängt, christliche Kinderlieder zu summen und zu singen. Mein höchstes Ziel für meine Kinder ist, dass sie Jesus schon früh von Herzen lieben und folgen und niemals von seinem Weg weichen. Und wie kann ein junger Mensch unsträflich gehen, also rein von Schuld bleiben? - Wenn er sich hält an Gottes Wort! (Ps 119,9)
Und nun kommen wir zur Wahrheit. Manches davon, was ich beschrieben habe, setze ich bereits um, manches davon ist noch nicht fest in unseren Alltag eingezogen. Mein Plan für die Kinder klappt manchmal richtig gut und manchmal kommen wir zu kaum etwas davon. Aber es geht hier nicht um Pläne, denen man folgen, oder Dinge, die man abhaken muss. Ich sehe jetzt schon, wie unsere Familie, unser Zuhause, immer mehr von Gott erfüllt ist und an geistlicher Tiefe gewinnt. Mutterschaft ist nicht nur ein praktischer Dienst an unseren Familien, sondern auch ein geistlicher. Deshalb lasst uns für unsere Beziehung zu Gott und für die unserer Kinder alles geben.
Was tust du, um euer Familienleben um Gott herum zu gestalten? Teile deine Ideen und Strategien mit uns allen, damit wir von einander lernen und einander ermutigen können.

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