Auferstehungskraft

… kraftvoll damals in Jesus

Traurigkeit lag in der Luft. Maria Magdalena und die andere Maria saßen niedergeschlagen vor dem Grab und schauten zu, wie Josef den Leib Jesu in die Gruft legte und dann einen großen Stein vor den Eingang wälzte. Pilatus befahl, das Grab so gut es geht abzusichern: Der Stein wurde versiegelt. Wächter wurden aufgestellt. Alles Menschenmögliche wurde getan, damit bloß keiner auf die Idee kam, den Leib Jesu zu stehlen und zu sagen, Jesus wäre auferstanden. Doch alle Absicherung half nichts. Weder ein Siegel von der römischen Autorität, noch die besten Wachen konnten Gottes Kraft aufhalten, Jesus von den Toten aufzuerwecken. Der Tod wurde besiegt. Was für eine gewaltige Kraft musste das gewesen sein, der nichts im Wege stand! (Mat. 27-28)
Ostern liegt vor uns. Wir werden dieses spektakuläre Ereignis in unseren Gottesdiensten feiern. Vielleicht werden wir wieder darüber staunen, wie Gott damals seine Kraft unter Beweis gestellt hat. Vielleicht werden wir aber auch einfach abschalten, sobald der Pastor seine Bibel aufschlägt, denn kennen tun wir die Geschichte doch alle. Dass Jesus nicht im Grabe blieb, ist uns nicht neu…

… kraftvoll heute in uns

Was wäre wenn wir an diesem Osterfest nicht beim Feiern eines historischen Tages blieben, sondern uns bewusst machen würden, wo die gewaltige Kraft Gottes heute ist? Was wäre, wenn wir uns vor Augen führen würden, dass dieselbe Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat, jetzt, in diesem Moment, in uns ist, durch den Heiligen Geist? (Röm. 8,11) Ja, du hast richtig gelesen, wir haben eine Kraft in uns, die stärker ist als der Tod! Wir sind versiegelt mit dem Geist, der Jesus auferweckt hat. Das Siegel, das Pilatus damals auf den Stein aufdrücken ließ, sollte als ein Sicherheitsverschluss dienen. Der Gott, den dieses Siegel nicht aufhalten konnte, drückt uns nun sein mächtiges Siegel auf und sagt damit: „Du bist mein! Ich gebe dir meinen Geist. Somit hast du meine Kraft für jeden Tag.“ (2.Kor. 1,22)
„Wir haben diese Wahrheit vermutlich schon hundertmal gehört, aber haben wir jemals darüber nachgedacht, was sie bedeutet? Sind wir bereit, uns jetzt eine halbe Minute Zeit zu nehmen, um über die Tatsache nachzusinnen, dass Gott in uns ist? Hier geht es nicht um eine ferne, lose Verbindung. Hier geht es um den Geist Gottes, der uns als seinen Aufenthaltsort wählt. Das bedeutet, dass der Geist des lebendigen Gottes in mir lebt, während ich schreibe. Ich wache vielleicht an einem Tag auf und fühle mich körperlich erschöpft oder gestresst oder bin ungeduldig, und menschlich gesprochen würden diese Dinge meinen Tag bestimmen. Aber die Realität ist, dass ich vom Heiligen Geist bewohnt werde. Und aufgrund dieser Realität müssen Stress und Müdigkeit und Ungeduld meinen Tag nicht bestimmen… Diese Wirklichkeit sollten wir nicht wie eine nette Information behandeln, die einen zwar für ein paar Minuten in Beschlag nimmt, die man aber nie gründlich untersucht. Wir sind ein Tempel des Heiligen Geistes. Nicht einfach nur eine Person, die ihr Leben aus menschlicher Kraft lebt. Der Geist Gottes ist in uns; deshalb sagte Jesus, dass es besser ist, wenn er geht und der Geist kommt. Davor sollten wir nicht weglaufen. Stattdessen sollten wir in diese Realität eintauchen und uns von ihr in der Tiefe verändern lassen, zuerst innerlich, dann äußerlich.“
(Francis Chan: Der unterschätzte Gott, S. 83-84)
Francis Chan beschreibt so schön, wie das Bewusstsein des Heiligen Geistes in uns unseren Alltag beeinflussen kann. Ich muss gestehen, dass mir selbst im Alltag oft nicht bewusst ist, dass ich Gottes Kraft in mir habe. Manchmal sehe ich nur einen Berg von Aufgaben vor mir und ich frage mich, wie ich das schaffen soll. Ich bin überfordert. Ich fühle mich unfähig. Ich verliere an Motivation. Ich will aufgeben... Doch jedes Mal macht Gott mich auf sein Siegel aufmerksam, das er mir aufgedrückt hat: „Hey, du hast doch mich! Ohne mich kannst du nichts tun, aber mit meiner Kraft kommst du voran! Bleibe immer ganz nah bei mir.“ Ach, stimmt ja, da war doch was…
Wenn uns Frauen mal wieder alles zu Kopfe steigt, sollten wir uns fragen: Lasse ich mich jetzt weiter von meinen äußerlichen Umständen bestimmen, die sich ständig verändern, oder lasse ich mich von der Kraft Gottes bestimmen, die in mir bleibt?
Wir haben Auferstehungskraft in uns! Lasst uns jetzt an Ostern daran denken, aber lasst es uns auch darüber hinaus im ganz normalen Alltag nie vergessen!

2 Antworten

  1. Ich habe zwei Fragen🤗 Wann und wie oft werden die Blogs hochgeladen? Und welche Bibel Übersetzung ist der Abschnitt am Anfang? Ansonsten ein schöner Impulse, ich werde darüber noch nachdenken! Gesegnete Feiertage!
  2. Vanessa
    Hallo Lea, das freut mich, dass der Artikel dich zum Nachdenken gebracht hat! :-) Zu deinen Fragen: 1. In der Regel wird jeden Donnerstag ein Artikel in unserem Blog hochgeladen. 2. Ich habe die angegebenen Bibelverse in dem ganzen Artikel nicht wortwörtlich wiedergegeben, sondern mit meinen eigenen Worten zusammengefasst. Dafür habe ich vorwiegend die Neue Genfer Übersetzung benutzt. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen! LG

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