Jesus soll der Mittelpunkt in meinem Leben sein!

von Rebekka Sitzler

RebekkaHallo, ich stelle mich mal kurz vor: Ich heiße Rebekka und bin 18 Jahre alt. Ich möchte euch erzählen, was Gott in den vergangenen Monaten in meinem Leben getan hat und was das mit deinem Leben zu tun hat :-)

An einem kalten Januarabend war ich vor ein paar Monaten mit dem Auto unterwegs. Ich kam gerade von meinem Hauskreis und wollte eigentlich nur schnell nach Hause. Ich war überhaupt nicht darauf vorbereitet, was in den kommenden Minuten passieren sollte: Ich passte einen Moment beim Fahren nicht auf und da geschah es: Mein Auto fuhr einen Tick zu weit nach rechts außerhalb der Fahrspur (Glatteis?) und ich verlor dann komplett die Kontrolle über mein Auto: Es drehte sich um fast 180° und ich fuhr in den Acker neben der Straße. Das Ganze spielte sich in nur wenigen Sekunden ab, doch abgesehen davon, dass ich ziemlich unter Schock stand, ist mir und dem Auto kaum etwas passiert. Mir wurde auch sofort von anderen Autofahrern geholfen und rein äußerlich hatte der „Unfall“ für mich keine großen Folgen, wofür ich Gott auch sehr dankbar bin!

Doch innerlich hat mich das Erlebnis in den nächsten Tagen sehr beschäftigt: Viele Menschen bestätigten mir, dass Gott mich beschützt habe, denn der Unfall hätte tödlich enden können, wenn mein Auto auf der anderen Straßenseite ausgebrochen wäre. Dort hätte sich das Auto mit ziemlicher Sicherheit überschlagen und ich hätte sterben können. Das brachte mich schon sehr zum Nachdenken. Immerhin war ich erst 18 und bis dahin war der Tod für mich nie wirklich präsent gewesen. Außerdem wäre ich ehrlich gesagt an diesem Tag ganz und gar nicht bereit gewesen zu sterben! Ich war die Tage davor ziemlich rebellisch Gott gegenüber gewesen, weil ich einfach nicht bereit war, gewisse Dinge zu akzeptieren. Dazu hatte ich in diesen Tagen auch Streit mit meiner Familie und Freunden. Als mir das bewusst wurde, war ich ziemlich schockiert. Ich hätte niemals gewollt, dass meine letzten Tage hier auf der Erde so aussehen!

Dass ich trotz allem noch lebe, ist für mich echt ein Geschenk Gottes und es zeigt mir, wie sehr Gott mich doch liebt. Er hat mich beschützt, obwohl ich an diesem Tag ziemlich rebellisch war. Mir wurde nochmal total bewusst, dass Gott einen Plan für mein Leben hat, denn ansonsten würde ich heute wohl nicht mehr leben. Mir ist seit diesem Erlebnis einfach total wichtig, dass ich wirklich Gott nachfolge und ich das tue, was er mir sagt. Folgender Bibelstelle ist mir seitdem sehr wichtig geworden:

"Da wir von so vielen Zeugen umgeben sind, die ein Leben durch den Glauben geführt haben, wollen wir jede Last ablegen, die uns behindert, besonders die Sünde, in die wir uns so leicht verstricken. Wir wollen den Wettlauf bis zum Ende durchhalten, für den wir bestimmt sind.
Dies tun wir, indem wir unsere Augen auf Jesus gerichtet halten, von dem unser Glaube vom Anfang bis zum Ende abhängt. Er war bereit, den Tod der Schande am Kreuz zu sterben, weil er wusste, welche Freude ihn danach erwartete. Nun sitzt er an der rechten Seite von Gottes Thron im Himmel!"
(Hebräer 12,1-2)

Ich frage mich seitdem immer wieder, welche Dinge es in meinem Leben gibt, die Jesus sicherlich nicht gefallen oder die zumindest einen zu großen Teil meiner Zeit beanspruchen. Ich möchte, dass Jesus wirklich der Mittelpunkt in meinem Leben ist!

Ein aktuelles Beispiel ist bei mir gerade das liebe Facebook ;-) Gott sagt mir schon seit Monaten (oder eigentlich Jahren …), dass ich dafür zu viel Zeit aufwende. Trotzdem hatte ich in all den Monaten nie wirklich die Disziplin, meinen Facebookkonsum einzuschränken. Vor einigen Wochen habe ich mich dann jedoch entschlossen, meinen Account für einige Zeit zu deaktivieren, damit ich mein Problem in den Griff kriege. Ich kann jedem nur das gleiche empfehlen, da mir das wirklich geholfen hat!

So, aber das war jetzt genug von mir. Ich möchte dich herausfordern, dir dieselben Fragen zu stellen, die für mich in den vergangenen Monaten immer wichtiger geworden sind:

1) Folgst du Jesus wirklich nach und gehorchst ihm oder tust du doch lieber das, was du möchtest?
2) Lebst du so, wie du am Ende deines Lebens gelebt haben möchtest? Oder schiebst du gerne Dinge, die Gott dir aufgetragen hat, auf „später“ auf, weil sie dir gerade unangenehm sind?
3) Gibt es etwas in deinem Leben, von dem du ganz genau weißt, dass es Gott nicht gefällt? Oder gibt es Dinge in deinem Leben, die einen zu großen Stellenwert in deinem Leben einnehmen? Ist Jesus wirklich der Mittelpunkt in deinem Leben?

Während ich das schreibe, merke ich, wie viele Dinge es noch in meinem Leben gibt, die ich durch Gottes Hilfe ändern muss. Ich bin noch nicht an dem Punkt, an dem ich gerne wäre, doch Gott sei Dank, bin ich auch nicht mehr an dem Punkt, an dem ich vor einigen Monaten noch war.
Ich möchte dich ermutigen, dass du wirklich die Dinge umsetzt, die Gott dir gezeigt hat. Dazu sind vielleicht wie bei mir radikale Schritte oder ein Gespräch mit einer Mentorin hilfreich.

"Ich will nicht behaupten, ich hätte dies alles schon erreicht oder wäre schon vollkommen! Aber ich arbeite auf den Tag hin, an dem ich endlich alles sein werde, wozu Christus Jesus mich errettet und wofür er mich bestimmt hat. Nein, liebe Freunde, ich bin noch nicht alles, was ich sein sollte, aber ich setze meine ganze Kraft für dieses Ziel ein. Indem ich die Vergangenheit vergesse und auf das schaue, was vor mir liegt, versuche ich, das Rennen bis zum Ende durchzuhalten und den Preis zu gewinnen, für den Gott uns durch Christus Jesus bestimmt hat."
(Phil 3, 12-14)

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